Mai 2

Wie entsteht der Gaspreis?


Der Gaspreis orientiert sich am Ölpreis, der Leitwährung für Energie. Wenn der Ölpreis steigt, erhöhen sich in einem gewissen zeitlichen Abstand auch die Gaspreise sowie die Preise für andere Energieträger. Und umgekehrt genauso, sinkt der Ölpreis, dann sinkt auch der Gaspreis.

Diese Ölpreisbindung verfügt über einen so genannten Sicherheitspuffer von rund sechs Monaten, um damit die Verbraucher vor den oft starken Preisschwankungen am Erdölmarkt zu schützen. Während dieser Zeit von sechs Monaten wird ein Durchschnittswert des Ölpreises ermittelt, erst jetzt werden die neuen Preise, ob höher oder niedriger, an die Kunden weitergegeben.




Die Ölpreisbindung ist eine brancheninterne Vereinbarung zwischen den Erdgasproduzenten, Erdgasimporteuren und Erdgasversorgern, sie besteht seit den 60er Jahren. Diese Vereinbarung beinhaltet langfristige Lieferverträge und verbietet den Erdgasproduzenten willkürliche Änderungen ihrer Preise. Das bringt vor allem in schwierigen Zeiten eine gewisse Versorgungssicherheit, zum Beispiel im letzten Winter, im Lieferstreit zwischen der Ukraine und Russland. Trotz der deutlich reduzierten Gaslieferungen nach Europa blieb der Gaspreis dank der Kopplung an den Ölpreis nahezu stabil.